roller verbieten

Roller verbieten!

Warum in die Ferne schweifen, wenn die Scheiße liegt so nah. Warum sich die Dinge nicht einfach von selbst erledigen lassen, wenn sich was verbieten lässt. Wohl so eine Art Lebensmotto bei der seltenen Spezies “Grüner” bzw. “Grünin”. Das Angehörige dieser inzwischen überflüssigen Partei Verbotsfetischisten sind, sollte allgemein bekannt sein. Neben geilen Verboten, wie dem Verbot von Weichmachern in Sexspielzeug – Grüne haben eben einen Stock im Arsch – sollen nun nach Meinung von grünen Spitzenpolitikern auch Motorroller verboten werden.

Nicht das wir uns falsch verstehen: Ich finde Motorroller auch scheiße, das liegt aber einfach daran, dass ich diese kleinen Reifchen die da dran sind schlichtweg wenig vertrauenserregend finde. Der praktische Nutzen, den Roller für Jugendliche in den ländlichen Gebieten, oder für Stadtbewohner, die gerne auf’s Auto verzichten, haben, ist mir aber durchaus bewusst. Aber werden wir doch mal konkret, was wollen die Grünen?

Ab 2015 sollen nur noch Roller mit Elektroantrieb zugelassen werden können. Also in zwei Jahren. Unabhängig davon, wie ausgereift der Elektroantrieb, insbesondere die Akkutechnik bis dahin ist. Um diesen Schritt zu rechtfertigen, wird als Positivbeispiel China genannt, wo bereits jetzt mehr Elektroroller zugelassen werden, als Roller mit konventionellem Antrieb.

Ich will ja nicht klugscheißen, aber China hat 1,3 Milliarden Einwohner und massive Ballungszentren und zu dem eine völlig andere Wirtschaftsstruktur und dazu noch Regierungsform. Aber an seltsamen Unrechtsregimen nehmen sich die Grünen ja gerne ein Beispiel, der Kretschmann z.B. findet Mao ja auch total töfte. Das während dessen Herrschaft 44 bis 72 Millionen Menschen eines – sagen wir mal vorsichtig – unnatürlichen Todes starben, das blenden Grüne wie Kretschmann gerne aus. Wenn es aber darum geht mit dem eigenen Stock im Arsch moralapostelnd rumzuwedeln, da sind solche Leute ganz weit vorne.

Es gibt derzeit rund 2 Millionen über ein Versicherungskennzeichen angemeldete Roller und Mopeds in Deutschland. In dieser Zahl sind auch die bereits angemeldeten Elektroroller enthalten, aber es gibt keine genaueren Statistiken, da das KBA das nicht weiter aufschlüsselt. Das ist aber auch nicht notwendig, denn verglichen mit der Anzahl der angemeldeten PKW von fast 44 Millionen ist diese Zahl nur wenig relevant. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass der PKW-Verkehr nur einen Anteil von 13% am Gesamtausstoß von Co2 hat. Der Anteil von Motorrollern daran dürfte marginal und zu verschmerzen sein.

Dazu kommt, dass Roller mit Zweitaktmotor immer seltener werden und schon seit längerer Zeit immer öfter durch Roller mit Viertaktmotoren inklusive Katalysatoren abgelöst werden. Der Co2 Ausstoß eines solchen 50ccm Viertaktmotors ist in etwa genau so hoch, wie der “Ausstoß” eines Elektrorollers, der mit Strom aus einem Braunkohlekraftwerk betrieben wird. Eine auf dem Papier bessere Co2 Bilanz erreicht ein Elektroroller nur, wenn er explizit mit “Öko-Strom” geladen wird.

Ob dieser Zahlen könnte man gelassen sein, vorallem, weil der Markt das über die Zeit selbst regelt. Auch wenn das jetzt wie ein blöder marktradikaler FDP Spruch klingt, letztendlich ist das so, denn ein Roller wird in der Regel aus rein praktischen Gesichtspunkten gekauft und hat auch keine besonders lange Lebensdauer. Wenn das Elektrokonzept sich als praktischer erweist, dann kaufen die Leute halt Fahrzeuge mit E-Antrieb.

Aber die Grünen gehen ja noch weiter: Bereits zugelassene Zweitakter sollen ab 2020, Viertakter ab 2025 verboten und aus dem Verkehr gezogen werden. Konkret bedeutet das für die Besitzer von Liebhaberfahrzeugen und Oldtimern, dass sie vom Staat enteignet werden sollen. Wie war das nochmal mit dem Grundgesetz und so? Ach drauf geschissen, sind doch nur ein paar assige rollerfahrende Umweltsünder betroffen. Am Grünen Wesen soll die Welt genesen!

Tja, so ist sie, unsere Melonenpartei: Außen grün, innen dunkelrot, mit braunen Kernen.

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8 Antworten

  1. David

    schrob am 15 Okt 2013 um 09:51

    Einfache Lösung : Roller mit 50 cm³ Benzinmotor bleiben bei max 45 km/h die Elektrovariante darf mit kleinem Schild 60km/h fahren. Zum einen sind die 60 im normalen Stadtverkehr bitter nötig und zum anderen wäre es ein Anreiz überhaupt auf Elektro umzusteigen.

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    • Hi David. Wenn die E-Roller dann ausgereift sind: Wäre eine denkbare Variante. Und das mit den 60 Km/h sag ich schon seit langem. In der DDR ging’s schließlich auch.

  2. Schmunzelnd lese ich gerade mit und wollte vorschlagen, den Grünen mal eine Runde mit auf den Roller zu nehmen, um zu zeigen, was sie verpassen. Aber es wird ja nicht gehen, wegen dem besagten Stock…

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  3. Ich finde, die Roller sollten nicht verboten sein. Jeder ist für sein Handeln selbst verantwortlich. Wenn man aufpasst, Schoner und einen sicheren Helm (am besten mit TÜV Prüfsiegel) sollte alles in Ordnung sein.

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  4. Warum sollten Roller verboten werden??? Gerade in der Stadt komme ich damit schneller vorwärts, als mit dem Auto. Und solange jeder verantwortungsbewusst und sicher damit umgeht, ist es doch seine Sache!

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  5. Dass die Grünen flüssiger als flüssig sind — geschenkt.

    Aber innen rot? Nein! Ich bin innen rot. Die sind nur braun.

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  6. Elektro hin oder her … Eine Alternative zum Benzin wird kommen. Harley hat im Juni bereits das Lifewire Project vorgestellt und begibt sich als der klassische Motorradhersteller auf das Elektrogebiet. Sofern dann die Reichweite mit neuen Batterien steigen, wird auch Ottonormalverbraucher umsteigen können.

    Sie haben „aber hallo“ damit Recht, dass Elektro aus Ökologiegründen nur Sinne macht, wenn es sich um Ökostrom handelt!!

    Ich denke für Oldtimer wird es Lösungen geben. In Zukunft ist halt alles anders. 😉

    Martin

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  7. Den Grünen gehts wie Fallobst, je länger sie liegen um so fauler wird der ganze Brei.

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