motorrad reifen selbst wechseln montieren

Motorradreifen selbst wechseln

Was tun, wenn der Schlauch platzt, oder der Reifen ein Loch hat? Es gibt diverse Wundermittelchen, wie den Reifen Pilot, der hier temporäre Abhilfe schaffen soll, um mit dem löcherigen Reifen wenigstens noch in die Werkstatt zu kommen. Leider funktionieren diese Mittel aber je nach Defekt nicht immer. Wer auf seinen Touren ein wenig Werkzeug, Hilfsmittel, Flicken oder einen Ersatzschlauch mit sich führt, kann den Schlauch und den Reifen unterwegs aber auch selbst wechseln. Da die Reifen meiner MZ runter waren, habe ich mir den Spaß gemacht und beide neuen Reifen von Hand montiert. Gar nicht so einfach beim ersten Mal, aber reine Übungssache. Und so geht’s…

Heidenau K37Wenn der Reifen von der Felge muss, ist geeignetes Werkzeug unabdingbar, wie mir mein erster Versuch den Vorderreifen von der Felge zu hebeln gezeigt hat. Ich habe den Fehler gemacht und die der Enfield beigelegten original indischen Montiereisen benutzt, die sich natürlich durchbogen, als wäre das Metall aus Butter. Die hätten sich die Inder echt sparen können. Also gleich vorweg: Gute Montiereisen besorgen, sonst wird es die reinste Quälerei. Ich habe Montiereisen aus Edelstahl, 37 cm Länge, wobei die Länge nicht unbedingt entscheidend ist, eher die Festigkeit des Materials. Desweiteren benötigst du für den Reifenwechsel noch folgendes: Spüli oder Reifenmontierpaste, Talkum- oder Babypuder, eine Luftpumpe und eventuell Auswuchtgewichte, Ersatzschläuche, Felgenbänder oder Gewebeklebeband und natürlich das Werkzeug zum Demontieren der Räder.

Tipp: Spüli und Puder lassen sich prima in alten Filmdöschen im Bordwerkzeug transportieren, eine Luftpumpe die per Fuß betätigt werden kann gibt’s ab 6 Euro in jedem Baumarkt, für Unterwegs tut es auch die gute alte Handluftpumpe.

Und nochwas: Gummi hat die wunderbare Eigenschaft bei Wärme weicher und geschmeidiger zu werden, also kann es hilfreich sein den Reifen mit einem Haarfön oder mit der Kraft der Sonne vor dem De-/montieren aufzuwärmen.

Zuerst muss das Rad ausgebaut werden, also Klemmung der Steckachse und Radmutter lösen, dann die Steckachse entfernen, raus mit dem Rad und flach auf den Boden legen. Nun muss erstmal die Luft komplett aus dem Schlauch gelassen werden. Dazu das Ventil ausschrauben, oder mit einem Gegenstand auf den Stempel drücken.

Ist die Luft draußen, muss der Rand des Reifens vom Rand der Felge gedrückt werden. Dazu entweder mit dem Fuß auf den Rand treten, oder die Montiereisen als Hebel verwenden und falls alle Stricke reißen, den Reifen in den Schraubstock spannen. Wichtig ist, dass der Reifenrand auf beiden Seiten der Felge vollständig vom Rand gelöst wird. Falls das Ventil nicht herausgedreht wurde, danach nochmal Luft ablassen und mit den Knien auf den Reifen drücken, damit so wenig wie möglich Luft im Schlauch bleibt.

Nun wird es ernst, denn eine Seite des Reifen muss nun über den Felgenrand gehebel werden. Das ist in der Theorie recht einfach, praktisch aber anspruchsvoll, wenn du es zum ersten Mal machst. Mit der Zeit erschließt sich aber, wie es am besten funktioniert. Um den Rand des Reifens an einer Stelle überhaupt über den Rand der Felge hebeln zu können, muss der Reifenrand erstmal ordentlich schmierig gemacht werden, wofür du Spüli nehmen kannst, um dann an der gegenüberliegenden Seite den Reifen ins Felgenbett zu drücken, damit der Reifen an der Stelle, wo der Hebel angesetzt wird etwas nach oben rutscht. Was gut geht: Mit einem Montiereisen den Reifen ins Felgenbett drücken und oben mit dem anderen Eisen den Hebel ansetzen und den Reifenrand auf Spannung bringen. Danach das zweite Montiereisen von unten etwa 20 cm neben das Montiereisen oben unter den Rand des Reifens schieben und das erste Stück über den Felgenrand hebeln. Wer seine Felge nicht beschädigen will, sollte übrigens etwas zwischen Montiereisen und Felgenrand legen, sonst gibts Macken. Will der Reifen nicht, dann den Reifen mit einem Haarfön – nicht mit der Heißluftpistole! – auf Temperatur bringen, damit das Gummi weicher wird.

Ist das erste Stück des Reifens über die Felge gehebelt, geht es nun daran sich Schritt für Schritt weiter vorzukämpfen. Also einen Montierhebel fest zur Seite schieben und wieder hebeln, oder einfach dort neu ansetzen, wo der Reifen noch in der Felge liegt – je nachdem, was einfacher oder schneller geht. Wurde der Rand des Reifens ordentlich eingeseift ist der erste Reifenrand so schnell von der Felge.

Der anderen Montierhebel sollte anfangs übrigens dazu genutzt werden den Rand des Reifens so zu arretieren, dass er nicht wieder in die Felge rutscht. Gerade zu Beginn ist der Rand doch sehr unter Spannung, so dass er ohne zweiten Montierhebel gerne wieder zurück rutscht. Ist die Spannung nicht mehr ganz so hoch, kann mit zwei Hebeln gearbeitet werden, um den verbleibenden Reifenrand nach außen zu hebeln.

Danach sollte der Schlauch entfernt werden. Das kann Jeder mit zwei gesunden Fingern und bedarf nun denke ich keiner weiteren Erklärung. Und wie ein Schlauch geflickt wird spare ich mir an dieser Stelle auch mal, wir sind ja schließlich wohl Alle mal Fahrrad gefahren.

Wer übrigens nur den Schlauch wechseln will, der kann das nun machen. Einfach den alten Schlauch entfernen, den Neuen einziehen, wie hier beschrieben. Wenn du allerdings nicht weiß, warum der Schlauch seine Luft verlor, muss Wohl oder Übel doch der komplette Reifen aus der Felge und die Ursache für das Loch gesucht werden.

Im Grunde ist das Vorgehen beim zweiten Reifenrand genauso, nur von der anderen Seite, denn eine Seite der Felge wird ja nun vom Reifen abgedeckt, wodurch das Werkeln von dort schwierig wird. Also auch hier wieder den Rand ins Tiefbett der Felge drücken – was nun wesentlich einfacher geht – und dann wieder mit zwei Montiereisen in einem Abstand von ca. 20 cm den Anfang machen. Danach immer weiter hebeln, bis der Reifen komplett über den Rand springt. Geschafft!

Um es nochmal ganz deutlich zu sagen: Damit das gut funktioniert muss der Rand des Reifens schmierig gemacht werden. Je schmieriger, desto weniger Kraftaufwand! Und Wärme kann wie gesagt auch nicht schaden.

Nun sollte die vom Reifen befreite Felge untersucht werden. Findet sich innen Rost bzw. Korrosion? Ist das Felgenband noch intakt? Ist Schmutz ins Felgenbett eingedrungen? Wenn etwas nicht in Ordnung ist, sollte das vor dem Aufziehen des neuen Reifens behoben werden. Ich musste bei meiner vorderen Felge das Felgenband auswechseln, da es bereits ziemlich porös und an einigen Stellen angerissen war. Es wäre zwar noch gegangen, aber ein Felgenband kostet nicht viel, warum also nicht gleich austauschen. Zudem habe ich danach alles noch gründlich gereinigt. Wer übrigens kein neues Felgenband zur Hand hat, der kann auch einfach Gewebeklebeband verwenden, das den Schlauch ebenso wie ein Felgenband vor dem Verrutschen und Scheuern schützt. Nun geht es an das Aufziehen des neuen Reifens.

Dazu sehen wir uns erstmal den Reifen genauer an, denn einige Reifenhersteller – leider nicht Alle – markieren die leichteste Stelle des Reifens mit einem Punkt (rot, gelb, weiß, je nach Hersteller). Dieser Punkt sollte genau über dem Ventil liegen, da die durch das Gewicht des Ventils erzeugte leichte Unwucht des Rads so meist bereits ausgeglichen werden kann. Ist kein Punkt vorhanden, muss der Reifen halt frei nach Schnauze aufgezogen werden. Achte bitte auch unbedingt auf die Laufrichtungsangabe des Reifens. Die Laufrichtung ist an der Seite des Reifens mit einem Pfeil markiert. Prüfe bitte auch, dass die Felge richtig herum auf dem Boden liegt, nicht dass du später feststellst, dass die Bremse doch auf die andere Seite gehört, denn dann würde die Laufrichtung auch nicht mehr stimmen.

Damit der Schlauch später optimal gepflegt wird verwende ich Talkumpuder, dass ich in das innere des Reifens gebe. Den Reifen dann einige Male drehen, so dass sich das Talkum schön im gesamten Reifeninneren verteilt. Überschüssiges Talkum einfach herausschütteln, der Schlauch wird so nicht am Reifen kleben und vom Talkumpuder zusätzlich gepflegt. Es kann zur Not angeblich auch Babypuder verwendet werden, ausprobiert habe ich diesen Tipp allerdings nicht.

Zum Aufziehen muss der Rand des Reifens wieder ordentlich schmierig gemacht werden und zur Hälfte in die Felge eingesetzt werden. Natürlich kann auch die Felge in den Reifen eingesetzt werden – ganz nach belieben. Ich arbeite so, dass ich die Felge auf den Boden lege und den Reifen von oben halb in die Felge lege und dann an der gegenüberliegenden Seite mit dem Montiereisen auf Spannung bringe. Mit dem anderen Montiereisen kann ich dann anfangen den Rand Schritt für Schritt über den Felgenrand zu heben. Es geht aber auch, indem der Reifen senkrecht auf den Boden gestellt wird und die Felge den unteren Teil des Reifens gedrückt wird. Das verträgt aber mein Kreuz nicht so gut, ich armer alter Mann arbeite lieber im knien. Irgendwann wird die Spannung des Reifens dann höher und höher, das letzte Stück muss dann mit beiden Montiereisen und Kraft über den Felgenrand gehebelt werden – wenn es ploppt, ist es geschafft.

Nun kann der neue, oder je nach Zustand auch der alte (geflickte) Schlauch eingezogen werden. Zuerst das Ventil einsetzen und dann den Schlauch mit den Fingern vorsichtig in den Reifen schieben, dabei darauf achten, dass sich nichts verdreht. Wenn der Schlauch drin ist, sollte er mit der Luftpumpe ein wenig aufgepumpt werden, damit er sich schon ein wenig in den Reifen legt und beim Überstülpen des zweiten Reifenrands nicht beschädigt wird. Es ist auch möglich den Schlauch vor dem Reifen in die Felge einzuziehen, doch dann kann es passieren, dass beim Montieren der Schlauch wieder von der Felge geschoben wird. Einfach ausprobieren, was besser klappt.

Es hilft ja nichts, nun muss der zweite Reifenrand über die Felge gehebelt werden, dafür auch hier wieder für ordentlich Schmierung sorgen. Wo begonnen wird ist im Grunde egal, nur auf den Schlauch muss ein wenig geachtet werden, das Ende der Montiereisen also nicht zu tief durch die Ränder von Reifen und Felge stecken. Dann auch hier wieder Schritt für Schritt mit den Montiereisen weiterhebeln, bis auch der Reifen komplett auf der Felge sitzt.

Nun den Reifen ein paar mal drehen und leicht auf dem Boden springen lassen, damit der Schlauch eventuelle Fältchen abschüttelt und sich richtig legt. Danach muss sich der Schlauch erstmal im Reifen setzen, wozu der Schlauch auf miminum drei Bar Druck gebracht wird. Dies dient auch dazu, die Ränder des Reifens dazu zu überreden sich fest auf den Rand der Felge zu legen.

Dann muss der Reifendruck nur noch auf den vorgeschriebenen Wert gebracht werden und das komplettierte Rad kann eigentlich wieder eingebaut werden. Eigentlich deshalb, weil der Reifen ja noch gewuchtet werden müsste. Bei Hochgeschwindigkeitsreifen ist das natürlich sehr wichtig, da ich aber keine Hochgeschwindigkeitsmoppeds habe, mache ich es mir einfach und wuchte den Reifen so pi mal Auge. Das ist ganz einfach: Steckachse durch das Rad stecken und das Ganze möglichst gerade nach unten halten, das Rad dann in eine leichte Bewegung versetzen. Wenn das Rad immer mit der selben Stelle nach unten zeigend zum Stehen kommt, dann ist das Rad unwuchtig. Auf der Gegenüberliegenden Seite muss dann ein Gegengewicht angebracht werden. Wenn das Rad immer an einer unterschiedlichen Stelle zum stehen kommt, ist keine Unwucht (theoretisch) mehr vorhanden. Das ist natürlich keine wirklich genaue Methode, aber bei meiner MZ hat es so gut funktioniert. Der Reifen fährt sich bis jetzt gleichmäßig ab und ich habe auch kein Lenkerflattern oder ähnliches. Auch nicht bei der wahnsinnigen maximalen Geschwindigkeit von 115 Km/h.

Bevor ihr mit dem wieder eingebauten Rad losfahrt noch einige wichtige Tipps, die gerne vergessen werden: Bei Schlauchreifen sollte die Konterschraube des Ventils NIE gegen die Felge gekontert werden, sondern immer gegen die Ventilkappe, die übrigens immer vorhanden sein sollte, da der Reifen sonst mehr Luft verliert. Die Erklärung ist einfach wie logisch: Wird gegen die Felge gekontert und der Schlauch verschiebt sich im Reifen, reißt das Ventil ab. Wer schonmal schnell Luft auf einem Reifen verloren hat, weiß wie das enden kann. Deswegen wird gegen die Ventilkappe gekontert, denn verschiebt sich jetzt der Schlauch im Reifen kann sich das Ventil ein wenig neigen und reißt nicht sofort ab. Bei den ersten Fahrten mit dem neuen Reifen und auch sonst einfach mal einen Blick auf die Ventile werfen, stehen sie schräg, hat sich der Schlauch verschoben, was übrigens passieren kann, wenn der Luftdruck zu gering ist.

Außerdem sind neue Reifen erstmal ziemlich rutschig und müssen angerauht werden, bevor sie optimalen Grip bieten. Dies kann entweder durch langsames Einfahren, oder durch feines Schmirgelpapier geschehen. Auf jeden Fall erstmal gemächlich Fahren und beim Wechseln des Reifentyps oder Herstellers vorsichtig an die Grenze der Reifen herantasten, denn nichts ist schlimmer als eine Reifenmischung, die du nicht beim Vornamen kennst.

Altreifen müssen übrigens nicht immer gegen Geld im Fachhandeln entsorgt werden, die Bauern freuen sich, wenn sie was haben, um ihre Planen zu beschweren und nehmen die Reifen manchmal ganz umsonst in Empfang.

Und? Reifendruck okay? Läuft alles Rund?

Na dann: Rechts ist Gas, viel Spaß!

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14 Leute haben was dazu gesagt und 30633 haben das bereits gelesen.

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14 Antworten

  1. Oho! Reifenpilot funktioniert auch bei Schlauchreifen. Selbst schon ausprobiert und getestet. Nur ist die Sauerei noch etwas grösser als bei shclauchlosen Reifen.

    [Antworten]

  2. Hi blacky, bei mir hat’s leider nicht funktioniert, musste das Zeug selbst mal verwenden. Ergebnis war eine riesen Sauerei, ein noch immer platter Hinterreifen und der Abtransport mit dem Schandkarren. Vermutlich war das Loch im Schlauch zu groß und der Reifenpilot hilft nur bei kleinen Löchern…

    [Antworten]

  3. Das kann natürlich sein. Ich hatte einen Schleichplatten (den man natürlich abseits aller Werkstätten bemerkt). Da half RP dann durchaus. So etwa 75km hat das gehalten, also schon mehr als auf der Packung stand.

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  4. Ich hatte die Luft damals innerhalb von 2 Kilometern komplett verloren. Aber gut zu wissen, dass der Reifenpilot doch helfen kann. Ich ändere den Artikel entsprechend ab, danke für dein Feedback.

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  5. Dani

    schrob am 04 Dez 2008 um 15:24

    Ich hatte leider bis jetzt auch immer totale Probleme mit Reifenpilot. Vielleicht nehme ich mir deine Anleitung mal zu Herzen! Danke!

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  6. Max

    schrob am 04 Dez 2008 um 19:15

    Tja – das wenn ich vor zwei Jahren gelesen hätte, als ich einen Platten hatte … aber jetzt bin ich wenigstens gerüstet für das nächste Mal!

    Max

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  7. @Dani und Max: Eure zweifelhaften Links die ihr bei euren Kommentaren angegeben habt, habe ich mal entfernt. Wird man jetzt schon für’s „echte Blogkommentare schreiben“ bezahlt, oder was? Oder sind die Kommentare ernst gemeint? Warum tauchen eure Namen nirgendwo auf den verlinkten Seiten auf, wobei die erste (gewerbliche) verlinkte Seite nichtmal ein Impressum hatte… Fragen über Fragen. Würde mich über Aufklärung freuen. Wenn kein Feedback, dann werde ich die Kommentare in einiger Zeit löschen.

    Ich denke das ist verständlich. 🙂

    [Antworten]

  8. Max

    schrob am 05 Dez 2008 um 17:51

    Hallo Marc,

    was ist an meinem Link „zweifelhaft“? Ist irgendwas dagegen einzuwenden, für eine (eigene, fremde, was auch immer) Website „Werbung“ zu machen? Ich habe kein Problem, wenn du meinen Kommentar löschst. Ich finde es nur etwas merkwürdig, weil das Web von Verlinkungen lebt.

    [Antworten]

  9. Reifenpilot würde ich niemals nicht nehmen. Egal wann, wo und zu welcher Zeit. Die Schweinerei danach ist größer und teuerer als die halbe Stunde, die man benötigt um einen Reifen auszubauen, von der Felge zu wuppen und den Schlauch zu flicken. Ich gehe allerdings von den „Low-Budget“-Moppeds aus, die noch mit Schlauch gefahren werden müssen. Und wer einmal so einen Wechsel gemacht hat, der kann auch Long-Way-durch fahren.

    Weiterer Vorteil: Man kann beim nächsten Reifenkauf auch noch ein paar Taler sparen, weil man sich das Auf- und Abziehen der Pellen sparen kann. Sind ja in der Regel auch 10 bis 20 Doppelmark – eine Tankfüllung! Das Auswuchten bei älteren Moppeds erledigt eine Vollbremsung. Da rutscht die Pelle auf der Felge einmal ordenlich durch – die vorherige Auswuchtung ist auch hinüber- und der Reifen „sitzt“.

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  10. @Max: Das Web lebt von Verlinkung, das ist richtig, aber Links sollten bei einem auf ein Thema spezialisiertes Blog schon irgendwie passen. Gewerbliche Links, die nichts mit dem Thema zu tun haben möchte ich nicht haben, weil der Kommentar immer den Beigeschmack hat, nur wegen der Verlinkung abgegeben worden zu sein. Das finde ich nicht so schön.

    @Thingonaspring:

    Hab Reifenpilot auch nur einmal genommen… Riesensauerei. Mache ich auch nicht mehr. Die ganze Felge war innen total eingesaut.

    Schlauchlose Reifen lassen sich übrigens auch selbst wechseln, ist aber wohl ein wenig komplizierter, aber vom Prinzip her ähnlich. Habe mich dahingehend aber nicht weiter informiert… ich habe kein Mopped ohne Schlauchreifen.

    Den Trick mit der Vollbremsung kannte ich noch nicht, das merke ich mir. 🙂

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  11. 235 45 r17

    schrob am 06 Mai 2010 um 12:22

    Danke für Deinen tollen Beitrag. Ich wende mich dann doch lieber an meine Werkstatt, oftmals ist dies im Preis inbegriffen

    [Antworten]

  12. Hallo, folgendes möchte ich aus eigener Erfahrung anmerken: Wenn eine Bremsscheibe montiert ist, das Rad immer mit der Bremsscheibe nach oben auf den Boden legen (könnte sonst, beim auf dem Rad „rumturnen“, beschädigt werden). Wer, zumeist im Motocross bereich, heavy duty Schläuche fährt (Wandstärke 3 bis 5 mm), MUSS die Konterschraube des Ventils gegen die Felge kontern, da ansonsten sich der Schlauch soweit verdreht, dass der komplette Ventilschaft beim fahren in die Felge rutscht, ohne das dieser abreißt. Ist die Ventilkappe aus Plastik oder Gummi, gibt diese irgendwann nach, reißt ab, Schmutz gelangt in das Ventil und der Platten ist vorprogrammiert.

    [Antworten]

  13. Henrik

    schrob am 03 Jun 2012 um 14:49

    Bei einer Felge mit Bremsscheibe nicht auf der Scheibenseite anfangen zu hebeln, weil dort der Hebelweg durch die Scheibe eingeschränkt ist. Am Ende lässt sich der Reifen manchmal auch mit dem Absatz drauf schieben.

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  14. Pingback: Anonymous

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