idioten

Ich muss mal kurz Bildblog spielen

Gestern habe ich zum ersten Mal etwas an das Bildblog geschickt, weil mir beim Lesen meiner morgendlichen Mails etwas negativ aufgefallen war. In den Google Alerts zum Thema Motorrad finden sich im Moment leider meist sehr viele Meldungen über tödliche Unfälle von Motorradfahrern, zu Saisonbeginn gleichen die Alerts eher der Seite in der Zeitung, auf der die Sterbeanzeigen gedruckt werden, denn einem Newsfeed. Die letzte Meldung in den Alerts ließ mich allerdings stutzig werden. “Vollidiot-Raser drohen fünf Jahre Knast!” und dann ein Link zur Webseite der Bild-Zeitung.

Inhalt der knappen Bild Meldung war ein Unfall, der wegen einem Straßenrennen passiert sein soll. Eine ältere Frau wurde dabei von einem Motorrad erfasst und tödlich verletzt, der Fahrer schwebt noch in Lebensgefahr. Das ist tragisch und scheiße, machen wir uns nichts vor, aber der Artikel der Bild dazu ist wirklich unterirdisch. Aber lest den Beitrag erstmal selbst – es fällt mir übrigens gerade unglaublich schwer einen Link auf Bild zu setzen, weil ich diese Zeitung so abgrundtief hasse, wie die Taliban Georg W. Bush.

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Oh toll, wir kriegen jetzt kleine Nummernschilder

Na das ist ja mal eine gute Nachricht, endlich keine Kuchenbleche mehr. Was für ein Hohn. Ob Kristina Schröder mit ihrer brunzdummen “wir werden dann vor den gleichen Herausforderungen stehen wie viele andere Paare in Deutschland, bei denen beide beruflich sehr gefordert sind” Aussage, weil sie EIN Kind bekommt und sie mit ihrem Mann zusammen ja auch “nur” so rund 26000 Euro im Monat verdient, oder ob die 6 Millonen Bezieher von ALG II mit einer Erhöhung um 5 Euro verhöhnt werden, obwohl das Verfassungsgericht einen völlig anderen Auftrag erteilt hat, oder Stuttgart 21, oder in Berlin die Liebigstraße 14, oder oder oder, nein dem nicht genug, nun verhöhnen sie auch noch uns Motorradfahrer mit kleinen Nummernschildern. Es tut mir leid, mag die Freude darüber allerseits noch so groß sein, aber ich kann diese Symbolpolitik nicht mehr ertragen und es tut mir auch ein wenig leid euch in diesem Blog mit Politik auf den Sack zu gehen, aber ich habe die Schnauze gestrichen voll. Die wirklich wichtigen und notwendigen Modernisierungen im Führerscheinrecht – gerade im Bereich Kraftrad – wurden vom Verkehrsministerium nicht aufgenommen.

Gut, dass Trike-Fahrer nun einen Motorradführerschein der Klasse A (unbeschränkt) brauchen, das geht mir persönlich jetzt ziemlich am Arsch vorbei, aber Fakt ist nunmal, dass ein Trike von der Fahrphysik mit einem Motorrad sehr wenig zu tun hat. Aber wenn man als bayrischer Politiker hackevoll im Bierzelt rumschwankt, dann verkommt wohl alles zu einem Motorrad, was eine Gabel und einen Lenker hat. Das ist sowas von an der Realität vorbei, sowas kann sich ein Mensch doch nur einfallen lassen, wenn er im Vollrausch ist. Was lernt man denn, wenn man in der Fahrschule den Führerschein der Klasse A macht? Schräglage, dynamische Achslastverlagerung, Gefahrbremsung mit einem Zweirad. Das ist für das Fahren von Trikes so relevant, wie argentinisches Rindersteak (englisch gebraten) für eine Veganerin. Und über die möglicherweise kommende ABS Pflicht möchte ich gar nicht erst reden, da hat Clemens schon Tacheles geredet.

Was aber in meinen Augen absolut nützlich, notwendig, oder um’s im Politikerbullshitbingoneusprech zu sagen “alternativlos” gewesen wäre, ist der Einschluss der Führerscheinklasse A1 (125 ccm) in die Klasse B (PKW). Die EU Verordnung hätte dies ohne Probleme ermöglicht und in anderen Ländern wird dies ja bereits seit Jahren so praktiziert (z.B. in Spanien). Den 125er Führerschein mit in den PKW Führerschein zu integrieren hätte in meinen Augen viele Vorteile mit sich gebracht.

Der Individualverkehr wird in Deutschland weitgehend über PKWs gestaltet. Mein größter Kritikpunkt beim Auto war schon immer – neben der Langweiligkeit der Sache – die mangelnde Effizienz dessen. Wie oft sehe ich Menschen, die mit ihrem Auto zur Arbeit fahren und alleine im Wagen hocken. Es werden also 1,5 Tonnen Fahrzeug benötigt, das zudem noch mit nutzlosem Luxuskram vollgepackt ist, um eine Person zu befördern. Na spitze. Das ist ja mal Effizienz in Reinkultur. Die 125er Klasse Teil des PKW Führerscheins werden zu lassen hätte vielen Menschen ermöglicht im Sommer teilweise auf das Auto zu verzichten und sich vielleicht einen 125er Roller, oder eine Enduro, oder auch eine kleine Rennsemmel zu schwingen. Die fressen nämlich kein Brot, verbrauchen kaum Sprit und machen Spaß. Ich verlange ja gar nicht, dass jeder so bekloppt ist wie ich und bei jedem Wetter mit zwei Rädern fährt, aber eine sinnvolle Neuregelung wäre eine echte Chance gewesen die Effizienz des Individualverkehrs zu steigern. Und natürlich um Menschen das Motorradfahren wieder näher zu bringen, weil Moppenfahren einfach eine geile Sache ist. Autofahren kann jeder Depp, Motorradfahren ist eine Kunst.

Außerdem werden wir Motorradfahrer nicht jünger. Der Trend geht leider langsam aber stetig zum alten Sack. Ich sehe das immer an den Treffen an denen ich teilnehme und übrigens auch an den Motorrädern, die am meisten verkauft werden: Die BMW GS – das SUV unter den Motorrädern. Jedenfalls gibt es auf den Treffen nur ganz wenig junge Leute und ich gehöre mit meinen 33 Jahren oft schon dazu. Ist ja auch irgendwie kein Wunder wenn ich überlege, was heute so ein Motorradführerschein kostet. Da sind locker 1500 Euro fällig und wer kann sich das zusätzlich zum PKW Führerschein, der ja noch mehr kostet, überhaupt leisten? Und dann gibt’s da auch noch Leute in meinem Alter und auch ein wenig älter, ja die treffe ich immer wieder solche Gesellen: Haben einen Führerschein, haben ein Motorrad, aber fahren nicht mehr. Die Ausreden sind immer dieselben… kein Zeit, zu gefährlich, Spaß am Fahren verloren oder häufig: Baby im Anmarsch / Kinder bekommen. Jungs und Mädels, ihr müsst euch die Zeit nur nehmen. Ich hab auch jede Menge Stress um die Ohren und betreue mit meiner Fastfrau insgesamt 4 Kinder und 3 Jugendliche und trotzdem fahre ich Motorrad. Ohne Motorrad würde ich bekloppt, nur unter dem Helm sind die Gedanken wirklich frei, vielleicht ist ja das genau der Unterschied zwischen euch und mir. Aber ich schweife ab.

Fakt ist: Es fehlt ein einfacher Zugang zum Motorradfahren. Sei es über die Integration der 125er Klasse in den PKW Schein, oder über kostengünstige A Führerscheine. Und da hätte die Politik ansetzen können, die Chance war da, aber die Lobbykraten haben’s wie immer totalvergeigt, wie sie einfach alles vergeigen was die von der Realität abgekapselten hirnamputierten Politzombies nur vergeigen können. Immer. Seit Jahren.

Mich kotzt das an. Das musste mal raus.

kkthxbye

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Mein erster Sturz

Heute war es dann soweit. Ich fahre auf dem Weg zur Arbeit hinter einem Auto her, dass auf einen Kreisverkehr zusteuert. Die Situation ist total entspannt, ich fahre nicht mal dicht auf. Plötzlich steigt die Tante vor mir voll in die Eisen. Das Heck kommt immer näher, ich überbremse, das Vorderrad rutsch nach rechts weg und es haut mich 80 cm vor der Stoßstange auf den Asphalt.

Aus dem Auto steigt eine erschrockene Blondine und fragt mich, ob sie zu stark gebremst hat. Ich sage “Ja”, krabbele unter der KLX hervor und versuche die Maschine wieder aufzuheben, was mir auch schnell gelingt. Die Frau erkundigt sich mehrmals, ob alles okay ist, oder ob sie mir helfen könne. Ziemlich wortkarg und wütent schmeiße ich die KLX wieder an und fahre weiter, bis ich merke, dass ich gar nicht mehr hochschalten kann. Also wieder am Straßenrand halten. Den Schalthebel hat es verbogen und unter den Deckel der Lichtmaschine gedrückt. Mit großem Kraftaufwand gelingt es mir den Hebel wieder zurückzubiegen. Dann sortiere ich erstmal meine Knochen und schau mir die Maschine an: Mein Knie rechtes Knie schmerzt ziemlich, obwohl ich nach links gefallen bin. Keine Ahnung wo ich mir das angeschlagen habe. Bei der KLX ist sonst nur noch der Kupplungshebel ziemlich übel verbogen, aber ich kann noch kuppeln. Aber erstmal zur Arbeit, schalten geht ja wieder.

Auf der Arbeit angekommen kriege ich dann noch fast einen Kreislaufkollaps und ich muss mich hinsetzen, aber dann wird es wieder besser, bis auf die Schmerzen im Knie und die Gedanken wie es zu diesem Sturz gekommen ist.

Die Olle in der Dose hat – für mich völlig unerwartet – eine Vollbremsung eingeleitet, weil sie einen Linksabbieger auf der Gegenfahrbahn auf die Tankstelle auf der rechten Seite lassen wollte. Am Kreisverkehr, der ca. 20 Meter weiter kommt, wäre aber noch massig Platz gewesen. Ich hätte nie gedacht, dass die Tussi da voll in die Eisen steigt und konnte einfach nicht schnell genug reagieren. Weil das Heck dann immer näher kam, habe ich in meiner Panik überbremst. Ich hab in dem Moment sogar gedacht: Besser hinlegen, als hinten rein knallen, mir war das mit dem Überbremsen echt scheiß egal.

Die ganz Geschichte hat mir mal wieder eines gezeigt: Immer mit der Doofheit der Anderen rechnen. Und mit dem Unmöglichsten.

Trotzdem eine ganz schöne Scheiße.

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Die Jugend von heute…

Freitag Nacht wäre es beinnahe mal wieder soweit gewesen, dabei fing der Abend doch so schön an, hatte ich mit meinem Arbeitskollegen Frank Hennecke nämlich den Motorradstammtisch in Balve besucht. Da ich bald wieder nach Balve ziehen werde, wollte ich hier schonmal ein wenig Kontakte knüpfen und mir scheint es handelt sich um einen netten und lockeren Haufen, aber das nur nebenbei. (weiterlesen …)

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