griffheizung

Universalanleitung: Eine Griffheizung montieren

Ich habe mir ja – wie bereits geschrieben – kürzlich eine Griffheizung von Daytona gegönnt. Nun möchte ich meine Erfahrungen, die ich bei der Montage sammeln konnte mit euch teilen und werde versuchen die Montage einer Griffheizung in vielen Aspekten zu beleuchten. Schwierig ist es übrigens nicht, nur sollte sorgsam gearbeitet werden, schließlich hängen die Dinger am Kabelbaum oder an der Batterie und ein Kurzschluss kann fatale Folgen haben!

Zuersteinmal eine Werkzeugliste: Ein Lötkolben, Schrumpfschlauch und eine Abisolierzange (oder ein Messer, notfalls Zähne), falls Kabel verlängert werden müssen, Knarre und Stecknüsse, falls die Verkleidung ab muss, Kabelbinder um die Kabel zu fixieren, ein scharfes Messer um die Griffgummis zu entfernen, evtl. Gewebeklebeband um die Kabel bei Scheuerstellen zu schützen, vielleicht auch Griffgummikleber wenn die Griffe nicht von selbst halten (eher selten der Fall), Wasser-Spüli Mischung zum montieren der neuen Griffgummis und um die alten mittels Unterspritzung zu entfernen – dann wird allerdings noch eine Spritze benötigt (oder alternativ ein Heißluftfön) und zu guter letzt noch das entsprechende Werkzeug um Handprotektoren zu lösen, falls welche montiert sind, wie es bei meiner KLX der Fall ist. Alles da? Dann kann’s ja los gehen!

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Neue Stulpen, Test der Heidenau K60 snow

Es hat mich sehr gefreut, als Stephan von Mopeten.TV fragte, ob ich noch einen gebrauchten Satz Winterreifen (Heidenau K60 snow) von seiner Baghira gebrauchen könnte, die – wie sich dann herausstellte – sogar die selben Felgengrößen hat, wie mein kleiner 250er Giftzwerg. Nach einigen Tagen kam das Paket dann an (herzlichen Dank an dieser Stelle!) und ich ließ die Reifen beim örtlichen Reifenmeister aufziehen.

Einen Tag vor den Reifen, hatte ich auch glücklicherweise endlich meine neuen Lenkerstulpen von Touratech erhalten. Schweineteure Dinger, aber ungemein einfach zu montieren und gut durchdacht. Außerdem sind die Einstiege verstärkt, so dass es kein Problem ist nach dem Visierwischen die Hand wieder in die Stulpe zu bekommen. Bei meinen alten Lenkerstulpen war das so friemlig, dass es teilweise schon gefährlich war. Naja, wer billig kauft, kauft zweimal – von den Touratech Stulpen werde ich jedenfalls länger etwas haben.

Was ich allerdings bei Touratech eine Frechheit finde: “Ab 500.00 EUR liefern wir innerhalb von Deutschland versandkostenfrei!”. Geht’s noch? Wenn ich etwas für 160 € bestelle, dann erwarte ich einfach, dass mir die 6 € Versandkosten nicht auch noch aufgedrückt werden. Andere Online-Händler machen es doch vor.

Am Dienstag morgen konnte ich dann endlich die KLX mit komplettierter Winterausrüstung testen und fuhr mit den frisch montierten K60 snow los. In der ersten Kurve hatte ich dann sofort ein sehr komisches Gefühl, die Reifen fallen quasi von selbst in die Schräglage, was ich im ersten Moment als sehr kippelig empfunden habe. Wie sich später herausstellen sollte, ist dies aber ein großer Vorteil. Da die Straßen relativ gut geräumt und frei waren, bin ich dann mit der KLX auf eine ungeräumte und vereiste Landstraße gefahren, um die Reifen unter diesen extremen Bedingungen zu testen.

Die KLX 250 spielt im Schnee.

Schnell konnte ich bei diesen Bedingungen nicht fahren, maximal 40 Km/h waren drin und das Gas wollte sehr fein dosiert werden, sonst drehte sofort das Hinterrad durch. Aber: Ich kam selbst bei leichten Steigungen auf dem mit leichtem Schnee bedecktem Eis noch gut voran.

Was ich bei den Heidenau K60 snow übrigens absolut top finde ist eben genau die oben erwähnte “Kippeligkeit”. Beginnt nämlich das Vorderrad den Grip zu verlieren, weil man zu schnell fährt, führt das dazu, das sich das Rad durch deutliche Bewegungen der Gabel bemerkbar macht. Der Reifen gibt ein erstklassiges Feedback, so dass ich sofort bemerken konnte, wann ich zu schnell für den Untergrund war. Dann habe ich einfach immer etwas Gas rausgenommen, das leichte Schwingen der Gabel verschwand.

Im Vergleich zu den vorher montierten Metzeler Enduro 1 eine riesen große Steigerung, denn der Enduro 1 ist ja eher ein Langstrecken-Allrounder, der im Winter – zumindest bei mir – überhaupt nicht funktioniert hat. Da war sogar die Dunlop DT605 Grobstolle, die ich im letzten Winter gefahren noch wesentlich besser, gab aber auch einfach nicht so viel Feedback wie der K60 snow. Beim Dunlop war es so, dass der Verlust des Grips sehr plötzlich einsetzte, beim K60 snow kündigt es sich viel angenehmer an.

Mein Fazit zum Heidenau K60 snow: Erstklassig. Und auf Asphalt und bei Regen so und so Gripmonster, wie dieser Bericht hier zeigt.

Übrigens kann ich nun dank der Stulpen in Kombination mit der Griffheizung mit Sommerhandschuhen fahren, wenn es nicht gerade -10° ist. Fast schon zu warm. Einfach Genial!

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Nachwuchs im Stall, #alpen50, Griffheizung an der KLX 250

Herr Troelf und die Kollegen von der Handwaschpasten-Ranch hatten mal wieder eine geniale Idee. Wir erstürmen nächstes Jahr voraussichtlich im August die Alpen. Es wird allerdings keine gewöhnliche Alpen-Tour, sondern wir werden die Pässe auf Kleinkrafträdern mit 50ccm erklimmen. Und wenigstens ein Alpenpass über 2000 Meter soll mit dabei sein. Natürlich wird die Tour auch wieder auf Twitter zu verfolgen sein, Hash-Tag ist “#alpen50“. Was für eine Gaudi. 🙂

Da ich Spackonaut kurz bevor ich von der Tour erfuhr meine Simson S51 verschachert hatte musste ich mir nun deswegen zwangweise etwas Neues zulegen, aber zu teuer sollte es nicht sein. Glücklicherweise habe ich dann bei eBay eine recht günstige Honda MT5 (AD 01) gefunden, die ich für 181,- Euro ersteigern konnte und letzten Samstag abgeholt habe. Die MT5 ist eine kleine 2-Takt Enduro, ein Kultmokick aus den Achtzigern und sie soll mich auf der Alpentour begleiten.

Ein bisschen Baustelle ist die MT5 bei dem Preis natürlich auch, die Elektrik ist ein Chaos, aber das Zündschloss funktioniert und der Motor läuft. Ich werde über den Winter also die Verkabelung neu machen und die Maschine insgesamt ein wenig herrichten. Schön finde ich, dass bereits ein Gepäckträger und ein Top-Case beim Kauf dabei waren, ich habe also für die Tour bereits einen Teil meines Gepäcksystems zusammen.

Und dann noch eine Winterfahrermeldung

Gestern habe ich Heizgriffe von Daytona an die KLX gebastelt. Das ging recht problemlos, die alten Griffgummis habe ich einfach abgeschnitten, wobei ich beim Gasgriff wohl eher abschnitzen sagen müsste. Zudem musste der Gasgriff noch ein wenig umgestaltet werden, der hat am Ende zur Armatur hin so eine Wulst. Diese habe ich mit einem Messer entfernt, danach passte das neue beheizte Griffgummi dann auch sofort. Das Kürzen der Heizgriffe wegen meinen Handprotektoren von D-Tusk war ebenfalls kein Problem.

Beim verlegen der Kabel habe ich mir Zeit genommen, da ich die Kabel entlang des original Kabelbaums verlegen wollte. Hierzu musste ich die Kabel allerdings verlängern, also löten. Ich hasse Lötarbeiten, aber letztendlich ging es doch recht einfach. Ich habe die Heizgriffe dann direkt an die Batterie angeschlossen, eine Sicherung muss ich noch nachträglich einsetzten, weil ich keine fliegenden Sicherungshalter mehr hatte. Aber für ein paar Tage wird’s auch ohne gehen.

Heute Morgen konnte ich die Griffheizung dann zum ersten Mal richtig testen. Bei -4° bin ich zur Arbeit gefahren und hatte angenehm warme Handflächen. Sollten die Temperaturen aber noch weiter sinken, komme ich um Lenkerstulpen nicht herum, da sonst die Fingerkuppen zu stark auskühlen – zumindest bei längeren Fahrten.

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