gelkissen

Voll für den Arsch: Gelkissen für die Motorrad Sitzbank

Als ich versucht habe ein Motorrad zu mieten habe ich ja bereits erwähnt, dass ich bei Louis so ein Gelkissen für die Sitzbank gefunden habe und das ich das testen werden. Nun, ich habe es getestet und bereits mehrere Monate auf meiner krass harten Enduro Sitzbank der KLX 250 montiert und kann nun guten Gewissens ein realistisches Urteil abgeben.

Das Ding kostet 50 € im Angebot (70 € regulär), ist mit Gel-Material aus der Medizintechnik gefüllt und kinderleicht montiert. Einfach die Sitzbank abnehmen, das Kissen positionieren und die seitlich abgehenden Bänder unter der Sitzbank straff zusammenknoten, Sitzbank wieder drauf, fertig. Das Kissen gibt’s in zwei verschiedenen Größen, ich habe das Kleinere genommen, das für meine Sitzbank sogar noch einen Tick zu groß ist, was sich aber als unproblematisch herausgestellt hat.

Gelkissen für die Sitzbank, (c) Louis

Nach dem nun lange andauernden Test sind mir bis jetzt fast nur positive Dinge ausgefallen. Ein wichtiger Punkt ist, dass das Kissen dank gummierter Unterseite beim Fahren nicht verrutscht und so der Kontakt zum Motorrad nicht leidet. Während der Fahrt spüre ich das Kissen gar nicht, nach einer längeren Fahrt allerdings schon, weil nämlich die Schmerzen im Hintern nicht vorhanden sind. Es funktioniert tatsächlich. Ich bin zwar noch nicht länger als eine Stunde am Stück damit gefahren, aber früher tat mir bereits nach 60 Minuten der Hintern so weh, dass ich eine Zwangspause einlegen musste. Das ist nun weg, der Sitzkomfort ist tatsächlich deutlich gestiegen, optisch ist es allerdings nicht so der Bringer.

Fazit

Wer keine Lust hat, sich die Sitzbank neu polstern zu lassen, für den ist ein Gelkissen sicherlich eine gute Alternative. Es ist schnell montiert und schont bei längeren Touren das Sitzfleisch, auch auf dem Soziussitz. Zudem lässt sich das Kissen beim Wechsel des Motorrads wieder zügig demontieren und auf’s neue Mopped mitnehmen – auch deswegen lohnt sich die Anschaffung. Einziges Manko: Sonnenbestrahlung lässt die Farbe des Kissens (schwarz) etwas ausbleichen, was ich aber nicht schlimm finde, weil die Optik von dem Ding so oder so fragwürdig ist (Siehe Bild aus dem Louis Katalog, Foto von der KLX reiche ich nach).

In diesem Sinne: Kann ich empfehlen und werde es selbst weiterhin benutzen.

PS: Sorry für den faden Wortwitz in der Überschrift. Ich schmeiß 5 € ins Phrasenschwein. Ehrlich.

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Mein gescheiterter Versuch ein Motorrad zu mieten

Am 6.7. soll ich ja auf Einladung von BOSCH deren neue ABS Systeme testen. Da ich ABS prinzipiell komisch finde und auch kein Motorrad mit ABS besitze, möchte ich mir die Gelegenheit mich intensiv mit diesen Systemen zu beschäftigen nicht nehmen lassen, denn die haben da einen Rundkurs, wo ich auch mal in der Kurve reinlangen kann, um zu sehen was passiert. Problem: Die Veranstaltung ist an einem Mittwoch in Erlensee Boxberg – einfache Autobahnstrecke 370 Kilometer. Also knapp 800 Kilometer hin und zurück und das an einem Tag. Ich denke mit der KLX wäre das kein Zuckerschlecken, deswegen hatte ich den Plan gefasst mir für den Tag ein Motorrad zu mieten. Kann ja nicht so schwer sein!

Also bin ich zu Yamaha Aster in Menden gefahren, weil ich von früheren Werkstattaufenthalten wusste, dass die auch Mietmotorräder haben. Mit dem Chef habe ich dann zusammen ins Prospekt geschaut, eine Ténéré wäre ja nicht schlecht. Für einen Tag kostet die irgendwas um die 100 Euro, aber leider sind da auch nur 100 Kilometer oder so mit drin. Für die 800 Kilometer hätte ich im Endeffekt über 300 Euro bezahlt! Er schlug mir dann vor, ich solle doch eine FZ8 für eine Woche mieten, da wären 900 Kilometer frei und das koste ja nur 250 Euro. Ähhh, hallo? Ich brauche das Teil nur für einen Tag, um relativ entspannt über die Dosenbahn blasen zu können und das sind mir 250 Euro echt nicht wert, denn das macht ja noch nicht einmal Spaß. Das Beste aber zum Schluss: Ich solle doch mal bei einer Autovermietung fragen,da die vielleicht günstiger wären. Klar, ich setze mich auch in einen Personenkraftwagen und fahre damit zu einer Motorradveranstaltung. Wie peinlich ist das denn bitte? Und dann schreib ich hinterher hier im Blog „ja, das war ja auch viel einfacher und entspannter mit dem Auto und überhaupt sind Autos ja toll und ich registriere jetzt die Domain www.das-auto-blog.de!“, oder wie? Nein, danke!

Die letzte Möglichkeit, die mir noch bleibt, ist das Angebot einer Motorradvermietung in Hamm, die haben eine Sparwoche (Mo. – Fr.) mit 900 Km frei für 139,- Euro. Das ist so gerade meine Schmerzgrenze, aber erschwerend kommt hinzu, dass ich eine BMW GS 650 fahren müsste. Nicht gerade mein Pferd, aber gut, wenn es mich in ruhigem Galopp über die Autobahn trägt und mir Abends nicht der Arsch blutet, wenn ich aus dem Sattel rutsche, dann will ich mal nicht so wählerisch sein.

Gelkissen für die Sitzbank

Gelkissen für die Sitzbank (Quelle: Louis)

Falls alle Stricke reißen, habe ich da noch was Nettes bei Louis entdeckt, dass ich mir direkt bestellt habe: Ein Gelkissen für die Sitzbank. Falls ich doch mit der kleinen 250er über die Autobahn prügeln muss, dann könnte das möglicherweise helfen. Testen werde ich dieses Gelkissen auf jeden Fall, auch wenn es nicht wirklich prickelnd aussieht, aber in einer Kundenbewertung ist zu lesen:

„Ich fahre eine 650 Supermoto mit einer schmalen Sitzbank. Bereits beim Arbeitsweg (45 Min.) spürte man die harte Sitzbank. Letztes Jahr beim Dänemarktrip war es dann echt ne Qual. Also das Gelkissen vor meiner Harztour gekauft und da es so dünn ist, habe ich es unter den Sitzbankbezug eingebaut. Seit dem, selbst nach 6 Stunden fahrt, keine Probleme mehr.“

Das lässt hoffen, irgendwie muss ich ja schließlich zu dieser BOSCH-Veranstaltung kommen und falls das Gelkissen nichts taugt, dann habe ich wenigstens schon einen schönen Spitznamen dafür: Pussydeckchen.

Was ich zum Abschluss noch mal mit aller Deutlichkeit sagen muss: Das die bei Yamaha mit ihren Mietkonditionen so unflexibel sind, finde ich ziemlich arm. Ich habe die Situation genau erklärt, aber man konnte oder wollte das Problem nicht wirklich lösen.

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