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My Mary Lou – Royal Enfield Diesel Clip

Wo ich gestern beim schneiden des Bosch ABS Videos die Schnittsoftware Magix Video Deluxe schonmal offen hatte, bin ich noch kurz auf die Diesel gesprungen und habe ein paar Szenen gedreht. Und was passt besser zur Diesel, als klassische Country-Folk Gitarrenmusik. Viel Spaß.

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Den Reifendruck nicht regelmäßig zu prüfen ist gefährlich

Auch dumm: Blanker Reifen Yamaha XJ650

Auch dumm: Blanker Reifen Yamaha XJ650

Letzten Donnerstag hatte ich einfach mal wieder Bock auf meine Diesel-Enfield. Es war nicht zu kalt, das Wetter halbwegs okay, also schob ich die KLX in der Garage an die Seite und fuhr mit dem Dieselkraftrad zur Arbeit. Obwohl die Enfield den Winter über nicht bewegt wurde und ich in den letzten Wochen vielleicht zwei Mal gefahren bin, sprang der Motor ohne Probleme an, schließlich bin ich nicht auf Batteriespannung angewiesen. Das ist der Vorteil eines Selbstzünders.

Nachdem die Arbeit getan war, schwang ich mich wieder auf die Enfield und trat den Heimweg an. Auf einem längeren Stück Landstraße kurz vor Menden fuhr ich dann mit fast Vollgas, also um die 90 Km/h, als plötzlich und unerwartet die komplette Luft aus dem Hinterreifen entwich. Die Folge: Das Heck stellt sich quer und springt hin und her, ist schwer kontrollierbar. Ich ziehe die Kupplung, die Maschine fängt sich und ich lasse mich ausrollen. Bremsen mag ich nicht, dynamische Achslastverlagerung und so – keine Ahnung, wie sich das bei einem platten Hinterreifen auswirkt.

Nun stehe ich mitten auf der Bundesstraße und es sind noch 2 Kilometer bis zum Ortseingang. Und zu allem Übel ist der Akku meines Telefons auch noch fast leer. Egal. Erstmal schieben, was leider echt ätzend ist, wenn ich rechts von der Maschine stehen muss, weil links Autos fahren. Liegt mir nicht, keine Ahnung warum. Erschöpft erreiche ich irgendwann den Ortseingang von Menden und rufe den Schandkarren. Der kommt auch recht zügig und bringt mich zum Reifenspezi (Reifen Burszy) nach Lendringsen, wo ich inzwischen immer hinfahre, weil die echt okay sind. Allerdings wird sich das mit dem Hinterreifen erst morgen oder übermorgen klären, der Händler hat bereits geschlossen.

Was ist passiert?

Da ich keine offensichtliche Beschädigung des Reifens gefunden habe, gehe ich von einem Ventilabriss aus. Das passiert, wenn der Schlauch zu wenig Luft hat und im Mantel zu wandern beginnt. Ist dann die Konterschraube gegen die Felge gekontert und nicht (wie es eigentlich bei Schlauchreifen besser wäre) gegen die Ventilkappe, dann reißt das Ventil irgendwann aus dem Schlauch und die Luft ist von jetzt auf gleich weg. Kritisch! Nicht auszumalen was passiert, wenn es den vorderen Reifen erwischt. Ein Sturz wäre schwer abwendbar.

Und als ich mir am Montag morgen den alten Schlauch beim Abholen der Diesel-Enfield angesehen habe, hat sich meine Vermutung bestätigt: Genau das, was ich oben geschrieben habe ist passiert. Das Ventil war komplett aus dem Schlauch gerissen!

Schuld war nicht der Reifen, der Schlauch, oder die Enfield, nein, leider war ich selbst einfach nachlässig, sonst wäre das nicht passiert, denn:

  1. ich drehe die Kontermutter eigentlich immer gegen die Ventilkappe, nie gegen die Felge! Dadurch sieht man sehr viel einfacher, wenn ein Schlauch zu wandern beginnt, denn das Ventil stellt sich schräg. Außerdem reißt der Schlauch dann nicht so schnell. Das habe ich schlichtweg bei der Übernahme der Maschine vergessen.
  2. ich habe den Luftdruck nicht regelmäßig geprüft. Das hat dann letztendlich dazu geführt, dass der Schlauch nicht mehr fest genug im Mantel saß und sich bewegen konnte. Da bin ich einfach von der Kawa verwöhnt, die verliert keine Luft, jedenfalls nicht so viel, dass es sich zwischen den 6.000 Kilometer Wartungsintervallen irgendwie auswirken würde.

Im Enfield-Forum gab es schon öfters Diskussion über die Stellung der Kontermutter der Ventile. Und auch ich war immer ein Verfechter vom Kontern gegen die Kappe, obwohl es von einigen für unsinnig gehalten wurde. Aber mein Fall zeigt doch deutlich: So vergessliche Leute wie ich kommen vielleicht noch ein paar Kilometer weiter und bemerken dann möglicherweise beim Abstellen der Maschine ein schräges Ventil. Ist gegen die Felge gekontert, reißt es gnadenlos ab. Ohne jegliche Möglichkeit der Früherkennung. Und das ist wirklich nicht ungefährlich!

Also bitte: Wenn ihr eure Maschinen nach der Winterpause wieder in Betrieb nehmt – checkt unbedingt den Luftdruck, gerade bei Schlauchreifen ist das sehr wichtig. Und bei Schlauchreifen empfehle ich wirklich die Kontermutter gegen die Ventilkappe zu schrauben. Bei meiner Benzin-Enfield mache ich das seit Jahren – es ist unproblematisch, kann im Ernstfall aber entscheidend sein.

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10. internationales Dieselmotorradtreffen in Hamm

Hossa, es ist wirklich schon das 10. Mal, dass sich die Dieselmotorrad-Verrückten (im positiven Sinn) in Hamm Treffen. Und ich bin das 5. Mal dabei. Aber diesmal ist es etwas besonderes: War ich doch die letzten 4 Jahre mit meiner Benzin Enfield oder mit der Yamaha da, bin ich nun das erste Mal mit meinem eigenen Dieselmotorrad auf dem Treffen. Und scheiße, das rockt! Aber von vorne… (weiterlesen …)

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Royal Enfield Diesel Update

Nachdem mich am Freitag eine Halsentzündung dahingerafft hat und ich schon Sorge hatte, am Wochenende nicht schrauben zu können, wie ich es geplant hatte, war ich dann am Samstag glücklicherweise doch bereits wieder soweit genesen, dass ich den Nachmittag und auch den Sonntag in der Garage verbringen konnte.

Am Samstag habe ich als erstes einen Ölwechsel vorgenommen und dabei dem Motoröl einen Motorölzusatz von Mathy beigemischt. Bevor ich so richtig loslegen konnte, musste ich allerdings erstmal in Baumarkt fahren, weil ich keinen Innensechskantschlüssel für meinen Proxxon hatte. Das ist auch ehrlich gesagt die erste Ölablassschraube mit Innensechskant, die ich je beschraubt habe. Als Frischöl besorgte ich mir normales 15W40 an der Tankstelle.

Da die Füllmenge des Motor 1,4 Liter beträgt, habe ich 0,2 Liter Mathy-M und 1,2 Liter Öl eingefüllt. Das entspricht etwa 15 % Mathy, was denke ich okay ist. Jochen Sommer mischt dem Öl der Hatz Enfields nur 10% bei, aber ich denke etwas mehr schadet da sicherlich nicht. Während das Öl auslief, habe ich auch noch einen neuen Kickstarter angebaut. Den anderen hatte es abgeschüttelt. Außerdem habe ich den Rücklichträger nochmal abgebaut und die Blinker hinten neu verkabelt, beim Anbau der Chromschutzbleche hatte ich da aufgrund von Hirnerschöpfung irgendwas zusammengesteckt, was meine Blinker dazu veranlasste als Warnblinkanlage zu fungieren. Als ich mir dann im Wachzustand die Kabel nochmal angesehen habe, war dann sofort klar, wie es zusammen gehört. Ansonsten war der Ölwechsel langweilig. Das Gewinde nicht überdreht und dicht ist auch alles.

Am nächsten Tag habe ich dann endlich diesen unsäglich fetten Kofferträger demontiert. Problem dabei: Die Blinker waren am Träger montiert und die original Blinkerhalter waren nicht dabei. Aber da hat mir mein Vater ausgeholfen und wir hatten uns überlegt, einfach aus der alten Halterung einer Deckenlampe neue Blinkerhalter zu bauen. Was soll ich sagen? Einfach in der Mitte durchgeflext, entsprechend gekürzt, Löcher gebohrt und lackiert sahen sie wirklich gut aus und auch solider als die Originale, die doch recht schmal sind. Der Kofferträger war schnell entfernt und dann ging es daran die Blinker zu befestigen.

Dazu musste erstmal das Nummerschild wieder runter und ich kramte aus meiner Werkzeugkiste noch ein paar Schrauben, Muttern und Unterlegscheiben hervor. Eiserne Reserven. Dann habe ich die Halter am Rücklichträger mit ordentlich foffo montiert, um festzustellen, dass die Bohrlöcher einen Tick zu klein für die Blinkergewinde waren. Die Rundfeile löste dieses Problem und danach waren die Blinker ruck zuck wieder dran.

Dann widmete ich mich den vorderen Blinkern, aber nicht, weil diese es nicht taten, sondern weil die runter mussten, um diese hässliche “Powered by Lombardini” Frontplate gegen ein verchromtes Original zu tauschen. Wenig Arbeit, großer Effekt. Nur der Aufkleber fehlt noch auf dem neuen Teil, das wird nachgeholt.

Das Beste hob ich mir für den Schluss auf: Die Goa-Pipe wurde montiert. Leider musste ich dabei vom hinteren Halter die letzte Schraube weglassen, egal was ich gemacht habe, es passte einfach nicht. Egal, wird schon halten…

Die anschließende Probefahrt war ein Traum: Endlich Sound! Endlich kein Monstrum mehr am Heck und seltsamerweise springt die Enfield mit dem neuen Topf und vielleicht auch wegen dem Mathy-M Zusatz besser an, auch der Durchzug ist besser! Sehr fein, wieder was geschafft, was die Enfield immer mehr zu meinem Motorrad werden lässt.

Und jetzt zum Abschluss noch einige wenige Fotos, die ich heute Abend in der Garage geschossen habe. Ein Video folgt noch, wenn ich Zeit habe und das Wetter am Wochenende mal gut ist.

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Royal Enfield Diesel ToDo Liste

Ein kleiner Plan zum umbauen meiner Diesel, dass ich auch bloß nichts vergesse und einen kleinen Überblick habe.

  • Scheibe demontieren
  • Serien-Spiegel gegen Chrom-Spiegel tauschen
  • Rückbau der Front-Number-Plate zum originalen Zierblech
  • Austausch des monströsen Kofferträgers gegen einen modifierten Kofferträger von MZ (klappbar)
  • Motorölwechsel auf 15W40 mit mit MATHY-M Ölzusatz
  • Fließfett im Getriebe gegen Oldtimer Einbereichsöl, oder ähnlichen Schmierstoff tauschen
  • Den originalen “Fahrradlenker” gegen einen Sixty-5 Lenker tauschen (tiefer, breiter!)
  • Auf härteres Gabelöl wechseln
  • Serienstoßdämpfer hinten auf Sportstoßdämpfer wechseln
  • Fahrradtacho montieren (der indische Wackeltacho sucks…)
  • Seitentaschen montieren
  • Schutzbleche gegen die verchromte Version tauschen
  • Umbau der zwei Säurebatterien auf eine einzelne Gelbatterie
  • Öl im Primärgehäuse gegen ATF tauschen, Primärkettenspannung überprüfen
  • Kupplung feinjustieren
  • Original Rücklicht gegen Oldtimer Rücklicht (LUCAS/HELLA) tauschen
  • Sekundärkette erneuern
  • Oberen Öleinfüllstutzen mit Entlüftungsbohrung versehen und Öl auf die Kette, äh in einen Auffangbehälter leiten
  • Auspuff mit Hitzeschutzband (Thermo-Tec) umwickeln (Edelstahlkrümmer und Chrom-Topf sieht scheiße aus)
  • Serienendtopf gegen Goa-Pipe tauschen
  • Wenn erforderlich Reifenwechsel auf Heidenau
  • Tank mit zusätzlichem Anschluss für die Entlüftung versehen
  • Benzinhähne (aus dem Hydraulikzubehör) für Vor- und Rücklauf montieren
  • Beim Tanken dem Diesel fortan Zweitaktöl in der Mischung 1:100 beigeben
  • Einen weißen Seidenschal kaufen

Habe ich was vergessen?

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