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Motorrad fremdstarten

Ich Döspaddel tapere vorgestern Abend aus der Firma auf den Parkplatz, stecke den Zündschlüssel in die MZ, drehe ihn herum und stelle fest, dass nichts geht. Habe beim Abstellen wohl einen zu weit gedreht und das Standlicht angelassen: Nun ist die Batterie leer. Das ist ziemlich doof, weil eine ETZ erstens ziemlich blöd anzuschieben ist (zu leicht), und zweitens ich mir nicht sicher bin, ob das überhaupt funktionieren würde, wenn die Batterie völlig entladen ist.

Also muss ich Wohl oder Übel fremde Hilfe in Anspruch nehmen und rufe meine Freundin an, die eine kalte halbe Stunde und zwei Zigaretten später mit ihrem alten Opel auf den Parkplatz rollt. Motorhaube auf, Starthilfekabel gezückt, das leider nicht wirklich für Motorradbatterien geeignet ist, weil die Klemmen nicht passen, aber einfach nur dranhalten und Kontakt herstellen geht auch – mit ein wenig Geschick. Sie hält an, spendet Energie, ich kicke im richten Moment und die ETZ läuft.

Auf dem Nachhauseweg dann an der Tankstelle dasselbe Spiel nochmal, inzwischen klappts richtig gut, aber daran gewöhnen möchte ich mich nicht, weswegen ich Zuhause die Batterie ausbaue und über Nacht ans Ladegerät hänge.

Am nächsten Morgen ist die Batterie wieder fit und weiter geht’s.

Wer sich also mal die Frage gestellt hat, ob ein Motorrad mit Hilfe eines Autos fremdgestartet werden kann: Jau, dat geit. Zumindest bei einem robusten Mopped wie der ETZ. Früher war eben doch nicht alles schlechter.

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Heute markiere ich mir rot im Kalender…

Warum? Ich bin heute zum ersten Mal seit über einem Jahr mit dem Auto zur Arbeit gefahren. Meine Frau ist seit Freitag in Freiburg Freunde besuchen und brauchte demnach die letzten Tage das Auto nicht. Also habe ich heute morgen mal nicht die Zwiebelschichten angezogen und bin ganz ohne Thermounterwäsche in unserem Ford – spießig, ich weiß – zur Arbeit gefahren.

Unabhängig davon, dass ich jetzt als Weichei gebrandmarkt werden könnte, sind mir folgende Dinge sofort aufgefallen:

  • Scheibenwischer machen nervende Geräusche
  • Uhren im Fahrzeug sind so nützlich wie ein Arschloch am Ellenbogen
  • Überholen gestaltet sich unnötig umständlich
  • als Fahrer musst du viel mehr darauf achten nirgendwo anzuecken…
  • …wobei die Sicht echt beschissen ist
  • ein Auto hat keinen Kickstarter und lässt sich mit einem einfachen Drehen des Schlüssels starten
  • da hat man mal über 60 PS und kommt doch nicht aus dem Quark…
  • viel zu viel Platz für viel zu wenig Person
  • an der Ampel nach vorne fahren kannst du vergessen!
  • wenn man lange nicht mehr Auto gefahren ist, ist das wirklich ein sehr seltsames, fast beunruhigendes Gefühl
  • ein Auto hat keine Schräglage!!!

Dafür aber ein Dach. Und Autos kippen nicht so schnell um bei Glatteis.

Aber ich werde mich dieser Bequemlichkeit nicht beugen und morgen wieder mit dem Motorrad fahren.

Ist doch schöner und – trotz des Wetters – irgendwie angenehmer.

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