40 jahre kawsaki 900 z1 eisenhaufen unfahrbar

40 Jahre Kawsaki 900 Z1, Eisenhaufen, unfahrbar

Heute hat mich per E-Mail eine Pressemitteilung erreicht: „40 Jahre Kawsaki Z900“ und dass es da irgendein T-Shirt zu diesem besonderen Anlass zu kaufen gibt. Nun gut, dass ich für ein recht simpel bedrucktes Shirt 20 € plus Versand hinblättern soll [Update: Der Versand ist inklusive], das möchte ich nun nicht weiter kommentieren, wohl aber den Spruch, der auf dem T-Shirt zu lesen ist. „40 years that separate the men from the boys“. Das passt ganz gut zur Z900, die mir bisher nur wegen der schönen 4 in 4 Anlage und der urigen Optik aufgefallen war. Ein wenig Recherche ergab allerdings, dass die Z900 nicht nur mit einer schönen Abgasanlage, sondern auch mit echt beschissenem Fahrverhalten glänzen kann. Und ich sagte ja bereits: „Die unfahrbaren Eisenhaufen werden zur Legende„. Das ist wohl auch der Grund, warum eine gut erhaltene und unverbastelte Z900 auf dem Gebrauchtmarkt kaum unter 10 Kiloeuros zu haben ist. Zeit einen näheren Blick auf diesen Kultstuhl zu werfen.

T-Shirt Z 900 40 Years

Als die Z900 im Jahr 1972 auf der IFMA in Köln vorgestellt wurde, hat Kawasaki den Motorrad-Markt neu definiert – die Z900 war das erste Vierzylinder-Big-Bike. Mit rund 80 PS, einer Beschleunigung auf 100 Km/h in 3,5 Sekunden und 72 Nm maximalem Drehmoment war die erste Z900 damals der Traum vieler Motorradfahrer, die schnell unterwegs sein wollten. Doch als die Z900 im Jahr darauf endlich ausgeliefert und den Weg in die Hände der Motorradfachpresse fand, waren die Meinungen durchaus gemischt. Einerseits begeisterte die Motorleistung, andererseits waren Fahrwerk und Bremsen dem Gewicht und der Power der Maschine nicht gewachsen. Um mal Winni Scheibe zu zitieren: „War das Triebwerk eine Wucht, konnte das Fahrverhalten dagegen selbst abgebrühten Motorradfahrern Angst und Schrecken einjagen. Ob bei schneller Kurvenfahrt oder im Topspeed-Bereich, das Fahrwerk entwickelte ein sehr ausgeprägtes Eigenleben, das kaum zu bändigen war“ (Quelle: Classic Motorrad).

KAWASAKI Z900 (Quelle: Wikipedia)

Und warum wurde dieses Eisen nun zum Kultobjekt? Der robuste und standfeste Motor war sicherlich ein Grund, aber auch die Optik ist und bleibt gefällig. Die Kawasaki 900 Z1 – so die genaue Modellbezeichnung – ist heute immer noch zeitlos schön: Speichenräder, Chromschutzbleche und Tropfentank, dazu noch Kick- und E-Starter, das Ganze nackt serviert – wen stören da noch Kleinigkeiten wie Fahrwerk und Bremsen! Fazit: Ein wunderschönes Alteisen, das leider nur noch mit hohem finanziellem Einsatz zu bekommen ist. Die Ur-Z1  wurde nur 3 Jahre gebaut, relativ kurz im Vergleich zu anderen Kult-Motorrädern. Deswegen gratuliere ich Jedem, der eine Z900 noch sein eigen nennen kann.

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5 Antworten

  1. Dirk

    schrob am 16 Jan 2012 um 21:24

    Hi,

    den Spruch ‚… separate[s] the men from the boys‘ ist auch das Motto des Parfumanbieters Baldessarini:

    see http://de.wikipedia.org/wiki/Baldessarini

    Diese Art der Differenzierung ist wohl ein Zeichen der zunehmenden Vergreisung unserer Gesellschaft …

    CU und: Thx für Deinen Blog, Marc !

    Gruß,

    Dirk

    [Antworten]

  2. Hallo Marc!

    Danke für Deine Veröffentlichung! Vielleicht leuchtet Dir der Preis etwas mehr ein wenn Du weißt und in unserer Presseinfo liest, dass der Preis inklusive Versandkosten ist!

    Ride on!

    Mike

    [Antworten]

    • Hallo Mike,

      also wenn die Versandkosten inkl. sind, dann ist der Preis schon okay, hatte nur gedacht: OMG 20 € und dann noch Versand aus den USA, dann liegst du ja bei 40 € für ein Shirt, aber wenn dem nicht so ist, dann passt das schon.

      Habe davon nur in der Pressemitteilung nichts gelesen… macht es das nächste mal FETT und in ROT. 😉

      Ruber side down,

      Marc

  3. Ich hatte auf Grund meines jugendlichen Alters das Vergnügen, des öfteren eine Z1 zu bewegen, unter anderem auch kleiner Kurs Hockenheim Ring. Das Fahrwerk ist wirklich Mist, war erst mit Egli Rahmen eine Offenbarung.

    Auf der Landstrasse warst du damals mit der Guzzi T3 oder einer BMW klar schneller.

    [Antworten]

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